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 XPT 111 - 120
xpt 111. Geburtstagsgruss
xpt 112. "Ein Tag im Sommer 1998"
xpt 113. "Mein umdunkeltes Herz"
xpt 114. WOLFGANG-SERENADE
xpt 115. "Heiter"
xpt 116. Streichquintett
xpt 117. "Der Erlkönig"
xpt 118. Trilogie der Lichtmetamorphosen
xpt 119. Tausend Kraniche
xpt 120. Turmberg Musik
 WERKVERZEICHNIS
xpt 001 - 10
xpt 011 - 20
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XPT 113.PRESSE-ECHO

Eine Uraufführung im Rathaussaal

Karg und zugleich ausdruckhaft verdichtet ist auch die Tonsprache, die Xaver Paul Thoma dazu gefügt hat, nicht indem sie die Texte von Rose Ausländer, MEIN UMDUNKELTES HERZ , illustriert, sondern sich als eigenständige Realität dagegenstellt und sie dadurch neu beleuchtet.
Das führt manchmal zu überraschenden Ergebnissen, wenn zum Beispiel das durch die vielen substantivischen Fügungen statische Gedichte „Stileben" musikalisch regelrecht dramatisch aufgeladen wird. Die Bratsche, Xaver Paul Thoma, bewegt sich dabei gerne in diffizilen Duos mit der Singstimme, Pamela Hamblin - Sopran , während das Klavier, Matthias Hammerschmitt - Klavier , mit knappen, dissonanten Einwürfen vor allem strukturierende Funktion hat.

Natürlich kann man beim ersten Hören nur einen ungefähren Eindruck von den komplexen Wechselbeziehungen zwischen Gedichttext und Partitur, sowie innerhalb der Partitur gewinnen.

Fränkische Nachrichten, 16.10.1998


Kunstvoller Dialog

Julia Mende - Sopran , noch bestens von "La Luna" in Erinnerung, sang Vertonungen von Rose-Ausländer-Gedichten, MEIN UMDUNKELTES HERZ , die vom Uschi Gross - Klavier und Rolf Schilli - Viola begleitet wurden. Die Bratsche führte zuweilen einen kunstvollen Dialog mit dem schlicht rezitierenden Sopran, während das Klavier mit harten Akkorden Zäsusren setzte. Mende fand in lyrischer Höhe und verhaltener Dynamik den Zauber der Nacht, und wo die Worte am Ende waren, ließ der Komponist die Sängerin summen.

Montag, 24. September 2001, Offenburger Tageblatt
VON GOTTFRIED WlEDEMER



Zu Gedichten von Rose Ausländer

Tauberzeitung 16.10.1998

Mit einer ganz anderen Welt waren die Zuhörer im Rathaussaal zu Beginn bei den fünf Liedern nach Gedichten von Rose Ausländer (1901 - 1988) konfrontiert worden, die von Xaver Paul Thoma für Sopran, Bratsche und Klavier vertont worden waren, wobei der Komponist bei dieser Uraufführung selbst brillant die Bratsche spielte.
Die jüdische, aus Czernowitz stammende Lyrikerin Rose Ausländer war im Zweiten Weltkrieg nur mit knapper Not dem Transport nach Auschwitz entgangen, war später in die USA übergesiedelt, hatte ihren Lebensabend jedoch in Deutschland verbracht.
Ihre von größter sprachlicher Knappheit geprägte Lyrik ist von der Verbundenheit mit dem Schicksal ihres Volkes, dem Lebensgefühl der Schutzlosigkeit und des Ausgesetzt seins geprägt, das sich in meist schwermütigen, teils rätselhaften Bildern und einem verdichteten, an Celan erinnernden Satzbau niederschlägt.


xpt 113.