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112.EIN TAG IM SOMMER 1998 |
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Ein gut abgestimmter Klangkörper
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Dass die Uraufführung der Sommertags-Komposition von Xaver Paul Thoma das Konzertprogramm anführte, war naheliegend, weil es immer sinnvoll ist, das Neue von der noch unabgenutzten Aufnahmebereitschaft des Publikums profitieren zu lassen. Doppelt sinnvoll, da es sich bei diesem Werk um eine stimmlich und klanglich sehr differenzierte und ungeteilte Aufmerksamkeit beanspruchende Angelegenheit handelt. Seine Musik EIN TAG IM SOMMER 1998 für Streichorchester und Harfe", die er aus gegebenem Anlass mit einigen Erläuterungen dem Publikum persönlich vorstellte, ist nach eigener Aussage ein Stück Programmmusik: Die verschiedenen Stimmungen eines Sommertages sollen wiedergegeben werden, wobei als formales Gerüst eine immer wiederkehrende Tonreihe zugrunde liegt, die aus einem Teil der Buchstabenfolge Kammerorchester Bad Mergentheim gewonnen wurde. Diese Vor-Ordnung erlaubte es Thoma nun, die vielfältigen Klangmöglichkeiten von Streichern und Harfe voll und frei auszunutzen, um damit wechselnde atmosphärische Stimmungen zu erzeugen, die wirklich dazu angetan sind, beim Hörer Assoziationen an die atmosphärischen Launen eines schwülwarmen Sommertages zu erwecken. Die Harfe (gespielt von Annemarei Brede - Harfe) hat dabei vor allem die Aufgabe, zusätzliche ätherische Klang- räume zu öffnen, weniger, solistisch her- vorzutreten. An Klangeffekten herrscht kein Mangel, nervöse Tremoli, Glissandi, Flageoletts, derbe Schläge mit dem Bogen auf Saiten und Korpus sorgen für Abwechslung und trotzdem bleibt der beherrschende Gesamteindruck einer Statik der Musik, die immerfort in sich kreist, vor sich hin brütet oder unruhigen Träumen nachhängt. Womit man wieder bei der typischen Stimmung eines Sommertages an- gelangt wäre ...
Tauberzeitung, 14.10.1998
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66.Musik für vier Flöten | 105.Nachtstück VIII
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